Allgemeinsonstige Turniere

Vier Piraten auf Aufstiegskurs?

Unterfränkische. Ein Wort hallt durch die Internetforen und Online-Schachplattformen. Wer vernimmt es in den unendlichen Weiten des world wide web? Verhallt es? Untergegangen? Gekentert? Mitnichten. Unterfränkische. Nur flüsternd vernehmen wir das Wort. Heimlich und ehrfürchtig. Es hallt durch die Internetforen und durch die unendlichen Weiten des Ozeans, schlägt Wellen und Stürme und Gischt. Unterfränkische. Bauscht sich auf. Höher. Weiter. Schneller. Noch weiter. Bricht. Bricht herein und schwemmt. Schwemmt hinweg. Es hallt und haucht. Haucht Leben ein. Unterfränkische. Die norwegischen Ratten fliehen von Deck. Die Segel blähen sich. Unterfränkische. Die Säbel werden gewetzt. Die Fernrohre ausgefahren. Reiche Beute in Aussicht. Unterfränkische. Crescendo. Ekstase. Die Säbel klirren. Die Holzbeine stampfen. Ahhhhrrrr! Unterfränkische.

Die See liegt so ruhig wie ein ungleichfarbiges Läuferendspiel. Die Sonne scheint. Ein Schiff auf Kurs. Das Deck ist leer. Doch magische Worte verhallen nicht. Hinab in den Bauch des Schiffes. In die Kabine. Vier Piraten sitzen an einem Holztisch. Ein quadratisches Brett mit 64 hellen und dunklen Feldern liegt vor ihnen, daneben eine Schatzkarte mit der Aufschrift Wertheim.

„Wenn wir gewinnen holen wir uns ganz schön Wert heim“, spricht Pirat Nummer 1.

„Aye aye, fette Beute soll versprochen sein. Goldmünzen… Ein Pokal fünf Ellen groß…“, murmelt Pirat Nummer 2 veheißungsvoll.

„Nie endender Ruhm…“, schwelgt Pirat Nummer 3.

„Aufstiegs- und Qualifikationsplätze“, schließt Pirat Nummer 4.

„Ahhhhrrrrr!“, schreien sie alle und lassen ihre Säbel klirren und ihre Holzbeine stampfen. Sie sind kampfbereit. Es ist Ostersonntag. Ihre Seelen wittern Auferstehung. Karg war ihre Beute in den letzten Jahren. Schwere Seuchen mussten sie überstehen und neben Augenklappen auch Masken tragen. Doch ein neues Ziel ist auserkoren. Die Segel sind gesetzt. Erwartete Ankunft: morgen Nachmittag. Die Piraten hoffen nicht gegenseitig die Säbel kreuzen zu müssen. Sie trinken brüderlich. Sie schwören sich auf das Turnier ein. Polieren ihre Holzbeine. Wälzen nochmal Eröffnungsbücher und wiederholen ihre  scharfen Lieblingsvarianten und Aufbauten mit Lc4. Ihr Schiff gleitet zielgerichtet durch die See.

Ein neuer Tag. Ostermontag. Eine Burg über dem Main. Sonne über einem idyllischen Städtchen. Ein Schiff auf der Tauber. Es legt Anker und vier Piraten schreiten von Deck. Es sind die Gebrüder Jonathan und Manuel, ferner Florian, genannt der Überläufer (denn er war früher auf einem anderen Piratenschiff angeheuert), sowie Michael, der erfahrene Veteran aus unzähligen Kämpfen. Sie mischen sich unter das Schachvolk.

Ankerplatz unserer Piraten: Die liebliche Tauber.
Die Burg überragt das Städtchen.

Michael, Jonathan und Florian gehen in der Meisterklasse 2 auf Beutezug, während Manuel sein Glück im Hauptturnier, welches heuer Aufstiegsturnier genannt wird, versucht. Sechzehn holzgeschnitzte Figuren. Sechszehn Teilnehmer in den Meisterklassen. Die Schatzkarte wird studiert, die Fernrohre werden ausgefahren auf der Suche nach verborgenen Schätzen, Kombinationen, Schwächen in der Verteidigung. Die Holzbeine hippeln ungeduldig. Zähneknirschend muss Florian einen Zentrumsbauern hergeben, denn die Diagonale a2-g8 erweist sich als zu gefährlich. Jonathan traut seinem Auge nicht als nach 16. e5?? prompt 16…Sxe5! folgt. Ein zweiter Bauernverlust lässt sich nicht mehr vermeiden, doch ein letzter Hoffnungsschimmer bietet die Lucena Stellung im Turmendspiel. Nach planlosen Turmzügen des Gegners (nicht auf die fünfte Reihe!) fühlt er sich fast wieder im Remishafen angekommen. Doch ein zu gieriger Königszug besiegelt sein Schicksal.

Wie Fred Englert während der letzten (!) Runde treffend feststellte, liegt Jonathan die erste (!) Runde in der M2 nicht.

Michaels Gegner stellt sich mit 27…e4 selbst ein Bein, wonach der mit der Dh5 eingeleitete Mattangriff nicht lange auf sich warten lässt. Mit zweitweise nur noch einer Sekunde auf der Uhr (32…Lc8) hält er dem Ansturm noch einige Züge entgegen, musste aber schlussendlich die Säbel strecken. Ahhhhrrrrr! Mit gemischten Gefühlen, aber immer noch (und nicht nur) schachhungrig fallen alle vier in die örtliche Pizzaria ein, vertilgen runde gebackene Teigscheiben mit allerlei Belag sowie geschichtete Nudelgerichte. Sie zechen und schnell sind die Niederlagen vergessen. Sie analysieren, freuen und ärgern sich, bezahlen die Zeche und schreiten von dannen. Zurück auf Deck werden die nächsten Gegner studiert, Fallstricke ausgelotet, verborgene Pfade erkundet, Spezialvarianten wiederholt und einstudiert.

So vergehen die Tage und Nächte. Mit einem halben Auge verfolgen sie die Geschehnisse in der Meisterklasse 1. Schon früh treffen die Favoriten aufeinander und trennen sich friedlich. Doch ihre Herzen schlagen für die Meisterklasse 2 und das Aufstiegsturnier. Jonathan spielt in der zweiten Runde eine Königsindischstellung, eine schlechtere zwar als normal, aber dennoch eine Königsindischstellung und nach 26…f3! ist sein Angriff durchschlagend.

In der fünten Runde wiederholen die Kontrahenten Manuel Simon und Ekkehard Weineck in folgender Stellung die Züge.

Simon, Manuel – Weineck, Ekkehard

Remisstellung nach 30…Lf2+ (in Erwartung von Kh2, Lg1+, Kh1, Lf2+ usw.)

Tatsächlich erweist sich diese Stellung aber als Gewinnstellung für Schwarz! Nach 31. Kh2, Lg1+ 32. Kh1 muss er sich zunächst gegen das drohende Grundlinienmatt verteidigen. Gleichzeitig kann er aber mittels 32…h5! eine Gegendrohung aufstellen.

Simon, Manuel – Weineck, Ekkehard

Variante: Stellung nach 32…h5 (es droht …h4, Lxh4, Lf2+).

Jetzt droht …h4! mit der Idee Lxh4, Lf2+ und gewinn des Läufers. Der weiße Turm ist weitab vom Geschehen und kann nicht eingreifen. Es bleiben im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: 33. h4 um …h4 zu verhindern und 33. f5 um dem Läufer mehr Freihheit zu geben. Die letztgenannte Alternative führt nach 33…exf5 allerdings zum Zugzwang. Nach 34. Lc7 folgt 34…f4 und ein Mattnetz aus dem der König nicht entkommen kann wurde errichtet (siehe Diagramm). Der Zug 35. h4 würde das Matt auch nur noch um einen Zug herauszögern. Lxf4 führt nach dem Abzugsschach Le3+ zum sofortigen Läuferverlust.

Simon, Manuel – Weineck, Ekkehard

Variante: Stellung nach 34…f4! Es droht nun einfach …Lf2+, Kh2, Lg3#.

Also sollte Weiß versuchen seinen Bauern auf f4 zu belassen und 33. h4 zu spielen. Doch Schwarz hat einen anderen piratenhaft ausgefuchsten Plan! Nach 33…f6 droht der folgende Beutezug des Königs (siehe Diagramm).

Simon, Manuel – Weineck, Ekkehard

Variante: Stellung und schwarzer Plan nach 33…f6.

Dieser Plan ist zwar nicht gerade kurz, aber dennoch Short! Spielt Weiß mit f5 folgt wieder …exf5 mit der Drohung …f4. Gegen den schwarzen Königsmarsch ist allerdings kein Piratenkraut gewachsen, wie die Varianten am Ende dieses Berichts beweisen. Glücklich auf den halben Punkt gekommen zechen die Piraten daher umso mehr, heuer bei griechischen Spezialitäten. Trotz eines dreifachen Turbo-Ouzo Antriebs kommt Überläufer Florian am nächsten Tage auch nicht über den halben Punkt hinaus. Währenddessen ist Jonathan gegen Stefan Blank theoretisch nicht blank und spielt seine geliebte Yermolinsky-Variante gegen das Wolga-Gambit. Nach über fünf Stunden Spielzeit bemerkt Jonathan aus dem Augenwinkel, dass die Piratenmannschaft moralische Verstärkung von Daniela und Markus erhalten hatte. Sein Holzbein hippelt nervös, das Auge zuckt. Ahhhhrrrrr! Ihm scheint als gäbe es nun kein Entrinnen mehr aus einem ewigen Schach, und dass obwohl sein Bauer nur noch ein winziges Züglein entfernt steht vom Umwandlungsfelde.

Simon, Jonathan – Blank, Stefan

Remisstellung nach 53….Dd4+.

Die wesentliche Message dieser Stellung ist, dass Weiß dem Dauerschach in der Tat entkommen kann!! Die Varianten sind dennoch etwas unübersichtlich und werden deshalb am Ende des Berichts zum Nachspielen gegeben. Somit nur ein halber Punkt für Jonathan und wunderliche Parallelen zur brüderlichen Partie vom Vortage.

Währenddessen brilliert Veteran Michael in ungewöhnlicher Stellung (g-Linie wurde bereits geöffent, Harry auf den Vormarsch geschickt, Mittelrochade „ausgeführt“, skandinavische Dame in Angriffsstellung gebracht…). Nach 15. Tad1? bricht die weiße Stellung zusammen (Diagramm).

Roth, Ludwig – Scholz, Michael

15. Tad1? mutet der Stellung zu viel zu.

Der Ersatzspieler auf c8 wird eingewechselt und prescht nach vorne auf das Feld g4 hin zu. Fesselung! Ahhhhrrrrr! Der Goldzahn blinkt und der Materialgewinn und der volle Punkt sind nicht mehr fern… (stattdessen wäre 15. Tab1!? durchaus möglich gewesen, was zu großen Verwicklungen führen kann, einige Varianten sind ebenfalls am Ende gegeben).

Michael brilliert gegen den späteren Turniersieger der M2.

Unser Piratentrupp erhält weitere Verstärkung durch die Säbelberger Schachfreunde Klaus und Robert Link. Gemeinsam geht’s ins Wirtshaus zu gutbürgerlicher Kost. Abends kreuzen unsere Piratengebrüder Jonathan und Manuel freundschaftlich die Säbel in ihren traditionellen 1-Minuten Bulletpartien (norwegische Ratten werden dennoch nicht gesichtet). Danach versuchen sie ihr Glück im Kartenspiele sowie im Blitzschachspiele. Hohe Berge von Goldmünzen stapeln sich vor Jonathan, der beGiest aus der Wäsche schaut als seine Junker den Königen unterlegen sind. Ohne Beute muss der Trupp abziehen, erneut auf’s Schiff. Ihre Befürchtungen sind eingetreten, denn morgen würden Michael und Jonathan gegeneinander antreten müssen. Vorbereitung im Stillen. Das Mondlicht spiegelt sich auf dem seichten Wasser.

Im Aufstiegsturnier erweist sich Manuel als Salz in der Schachsuppe gegen Fred Englert. Nach 19. Db5! mit Tripelangriff lässt sich Materialverlust nicht mehr vermeiden und der Punkt ist schnell eingefahren. Ahhhhrrrrr!

Manuel versalzt Fred Englert die Schachsuppe mit einem Tripelangriff.

Jonathan gewinnt eine Qualität gegen Michael, doch das Endspiel schaut dennoch remislich aus, aber das überschlaue 42. e7?? kostet Michael seinen Rappen. 0-1 für Jonathan, aber Beute wird natürlich brüderlich geteilt. Am Abend spielt Jonathan einen Königsinder auf weißer Seite. Eine scharfe Stellung. Eine scharfe Partie. Bauerngewinn. Qualität für den schwarzfelder Läufer. Dame nach d7-b7-a6 gewinnt zwei Bauern, aber schwarzer Turm erreicht b2. Nur noch Abtauschen dann ist der Gewinn nicht mehr fern!

Simon, Jonathan – Roth, Ludwig

Der letzte Fehler: Stellung nach 43. Dxd6??

Jonathan wägt sich siegesgewiss. Das Auge zwinkert freudvoll. Der Turm auf b2 hängt. Drei Bauern für die Qualität. Der schwarze Monrach steht entblößt. Sein König ist sicher hinter dem Bauernschild. Ludwig greift zur Dame. Langsam gleitet sie nach vorne, die g-Linie entlang. Langsam auf den feindlichen König hinzu mit einem verklärten Lächeln auf den Lippen, wie eine Märtyrerin, welche keinen Märtyrertod sterben muss. RUMS. Sie steht auf g3. Auf g3 steht sie. Der König glotzt blöd. Das Auge weint. Dolendo. Das Holzbein steht still. Jonathan gibt die Hand zur Aufgabe. Zunichte gemacht sind die Aufstiegshoffnungen. Auch Manuel ist heute Abend unterlegen und Florian mit seiner Performance gegen Lutz Müller unzufrieden (aber remis).

Florian ist mit seiner Performance unzufrieden.

Ab auf’s Schiff und in die Kabine. Das gemütliche Bett wartet schon. Doch oh weh, die Nacht plagt Jonathan mit Traumgespinst. Er wandelt erneut durch den geräumigen Spielesaal. Die M1 entlang. Das Holzbein klackt. Er hört ein wiehren und denkt: „Ein Ross!“. Doch dann ein Platschen, ein Schreckensschrei und acht Arme. Ein Oktopus!

Heidel, Nicolas – Babiy, Olga

Stellung nach 22…Sd3! Ein Oktopus taucht auf dem Brett auf!

Wild schlägt er um sich, nimmt das halbe Brett für sich ein. Ein machtvolles Biest. Ein Ross opfert sich auf f7. Der König schlägt zurück. Turmschach und Turmtausch. Ein Ablenkungsopfer auf e4. Doch das Schicksal des weißen Monarchen ist bald besiegelt und die Dame setzt trimphierend Matt. Ein Strudel von Farben. Neue Runde. Neue Paarungen. Mit gezückten Säbel und auf weitere Gefahren lauerend geht er wieder durch die M1. Das Holzbein klackt. Das Auge schweift. Die Hand zittert wie in Zeitnot. Ein Zischen an Brett Nr. 1. Es schlängelt geschwind. Reckt den Kopf und faucht. Eine Schwarze Mamba! Sie schnappt zu. Gnadenlos und schnell. Zitternd wacht Jonathan auf.

Kuhn, Norbert – Englert, Fabian

Stellung nach 37. Kg4. Die Schwarze Mamba packt zu! Nach Ke7-f6-g6 nebst f7-f5 wird der weiße König mattgesetzt.

Letztes Frühstück auf dem Piratendeck. „Wir brauchen keine Eier mehr“, spricht Florian und bestellt sich dennoch ein weiteres. Runter von Deck, ran an die Bretter. Michael und Florian machen schnell remis. Manuel verliert gegen den ungeschlagenen Herberich. Jonathan kämpft lange. Rund um ihn herum werden schon die Bretter abgebaut, die Figuren eingepackt. Die Meisterschaft neigt sich dem Ende zu. Die Uhr tickt lautlos. Letzte Kraftanstrengungen. Weiß lehnt Remis ab. Schwarz lehnt Remis ab. Ahhhhrrrrr!? Sie kämpfen weiter. Konzentriert. Findet sich noch eine Lücke? Begeht jemand eine Ungenauigkeit? Es ist die vorletzte Partie. Die Urkunden werden schon gedruckt. Dann ein Händeschütteln und einen halben Punkt für jeden. Der fünf Ellen große Pokal wird herangeschleppt. Englert nimmt ihn wieder mit nach Hause. So sehen Sieger aus. Letzte Reden. Letzte Ehrungen.

Der fünf Ellen große Pokal (rechts).

Die Piraten gehen leer aus und sind dennoch reicher geworden. Sie schreiten von dannen. Schreiten auf Deck. Ein Schiff auf der Tauber. Es segelt in den Sonnenuntergang.

Ein Wort ist verhallt. Kaum hört man es noch. Doch hallt es nach. Dröhnt in den Seelen. Ab initio.

Unterfränkische.


Anmerkungen:

    • Norwegische Ratten: Das ist eine Anspielung auf die Schacheröffnung 1. e4, g6 2. d4, Sf6, die schon von Weltmeister Magnus Carlsen gespielt wurde. Video von GM Paul Azzurro auf YouTube zu dieser Eröffnung. Magnus Carlsen spielt die norwegische Ratte im Blitzschach (YouTube).
    • Aufbauten mit Lc4: Das ist eine Anspielung auf Michaels Vorbereitung gegen Jonathan als er gegen die Pirc-Verteidigung einen Aufbau mit f3 und Lc4 wählte.
    • Die erste Runde in der M2 liegt Jonathan nicht: Fred Englert spielte damit darauf an, dass Jonathan bei der letzten UEM 2019 in Aschaff Obernau in der ersten Runde gegen ihn verlor. Details finden sich im Bericht Das Spiel von Königen und Königinnen.
    • Der Königsmarsch ist Short: Ich hänge mal noch die Partie Short, N. – Timman, J. (1991) an.
    • Jonathans Partie gegen Stefan Blank wurde hier nur oberflächlich behandelt. In seiner letzten Partie gegen Stefan Blank war er dem Wolga-Gambit bewusst ausgewichen. Eine ausführliche Analyse dieser spannenden Partie findet sich im Bericht 6. Kurz-Open in Buchen vom 08.09.2017 – 10.09.2017. Die erste Begegnung zwischen Jonathan und Stefan fand aber noch früher statt, nämlich bei der UEM 2014 in Wörth am Main. Diese Partie war mit ziemlich genau 6h Spieldauer Jonathans bisher längste Turnierpartie. Eines Tages werden wir vielleicht auch noch ein Auge auf diese Partie werfen. Wer weiß…? Nicht vergessen sollte man natürlich auch das legendäre Finish der Partie Paul Matis gegen Stefan Blank aus dem Jahre 1995, welches im Bericht Radio Chess FM 97.8: Der pattige Schach-Jahresrückblick mit Anton und Demir vorgestellt wird.
    • Manuels Gewinn gegen Fred Englert stützt weiterhin die Holzfiguren-Livebrett-Theorie. Diese Theorie wurde im Zuge der UEM 2018 in Schweinfurt aufgestellt als Manuel das Aufstiegsturnier, welches damals Hauptturnier genannt wurde, gewann. Er spielte dabei fast immer am Livebrett mit den Holzfiguren. Auch hierzu müsste ein ausführlicher Bericht erst noch geschrieben werden, allerdings gibt es bereites den Rückblick auf UEM 2018: Endspielaufgabe, in welchem das komplizierte Endspiel aus der Partie Manuel Simon – Niklas Orf von eben jener UEM (natürlich am Livebrett gespielt) besprochen wird.
    • Schachtraum: Anders als ein in den Aufzeichnungen des Sir Johann Fritz Simon erwähnten Traumes beruht dieser Traum auf keinem realen Traum des Verfassers, die gezeigten Stellungen stammen natürlich vom Turnier.
    • Alle Analysen wurden mit Stockfish 14 erstellt. Für die Richtigkeit der Varianten und deren Bewertungen wird allerdings keine Garantie übernommen. Die Diagramme und Analysen können mit Nennung des Urhebers weiterverwendet werden. Die Urheberrechte des Bildmaterials liegen bei Klaus Link. Ich danke für die freundliche Bereitstellung der Bilder.
    • Alle Ergebnisse und Paarungen finden sich im CHASMA System des USV (Achtung: Die Endtabelle in der M2 weicht von der offiziellen Endtabelle ab, da das System die Buchholzwertung aufgrund der kampflosen Partie nicht richtig berechnet).
    • Quelle Titelbild: Pixabay.

Verfasser: Jonathan Simon (Kontakt).

Diagramme & Analysen: Jonathan Simon.

Bilder: Klaus Link.

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