Punkteteilung gegen Tabellenführer

Am 21. Januar hieß es auf zu Runde 5, um den Spitzenreiter auf heimischen Brettern zu empfangen. Nachdem zum Saisonstart doch einige Punkte ungeplant auf der Strecke blieben, gab es nun die Chance etwas wieder Gut zu machen und näher an die Spitze aufzurücken. Als Absteiger aus der Regionalliga möchten wir natürlich noch ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden.

Die Vorzeichen waren gut, schließlich konnte man mit einem Sieg aus der Runde zuvor und mit Bestbesetzung ans Werk gehen. Auch die Ø DWZ zeigt einen kleinen, neben dem Heimvorteil wichtigen Indikator.

Eine mitreißende Partie lieferten sich M. Susallek und Charles Gould im Königsgambit, gleich mehrere Opfer und ein voller Punkt für uns zum Auftakt ließen hoffen. Claus Behl verlor leider, die schwarzen Steine führend, gegen den erfahrenen Routinier Norbert Kuhn. Marius Böhl und Ulrich Kinkelin trennten sich in einem Positionsmatch verdient Remis. Anschließend verlor Kevin Trapp recht überraschend gegen Ziegler. Diese Partie hatten wir gedanklich bereits für uns verbucht, aber leider zu früh gefreut – die lange Zeit auf Gewinn stehende Partie kippte zum Ende und wir mussten einen vollen Punkt abschreiben. Ab diesem Zeitpunkt war klar, wir kämpfen bestenfalls um ein Unentschieden. Vermutlich in Zeitnot gab es bei J. Simon einen Qualitätsgewinn, der locker zum Sieg reichte und den Ausgleich wiederherstellte. Der favorisierte M. Pfarr stand gegen P. Eichenhauer remislich und hatte einiges versucht, kurz vor der Zeitkontrolle wurde jedoch fehlerhaft abgewickelt und eine Figur verloren mitsamt der ganzen Partie. T. Kemmerer glich anschließend mit einer Schwarzpartie wieder aus, der Gegner F. Nogatz verlor den Faden in der königsindischen Partie und musste im Positionskampf Bauern lassen.

Zu guter Letzt schaffte Florian Grünewald in einer abwechslungsreichen Partie am Ende mit Minusbauer im Turmendspiel doch noch das Remis, und wir können unterm Strich einen Mannschaftspunkt gutschreiben. Wenngleich dies nicht der Anspruch war, so muss man nach dem Kampfverlauf damit zufrieden sein.

Bericht: Toni Kemmerer